Freitag, 24. Februar 2017

Woche 8

Jetzt bin ich schon seit 2 Monaten hier und habe mich auch richtig eingelebt. In den letzten beiden Wochen ist wieder viel passiert, was auch daran liegt, dass die Kinder eine Woche Ferien hatten. In diesen musste ich nicht alleine auf die Kinder aufpassen, da sich die Mutter frei genommen hat und wir dadurch zusammen den Alltag der Kinder gestalteten. Letzten Mittwoch haben wir zum Beispiel einen Tag in der Stadt verbracht. Über das Wochenende sind wir wieder weggefahren und zwar nach Gloucester, da sich meine Gastfamilie dort mit vier befreundeten Familien ein Ferienhaus gemietet hat, in dem wir das Wochenende verbracht haben. Über die drei Tage war sehr viel los gewesen, da viele Kinder dabei waren und es immer etwas zu tun gab. Am Samstag machten wir dann auch einen großen Spaziergang in einem Wald und die Gegend war wirklich super schön. Am Sonntag aßen wir zum Abschluss alle in einem Pub unser Lunch. 
Etwas das ich rückblickend auf die Ferien sagen kann, ist, dass es in diesen wirklich viel anstrengender ist, selbst wenn jemand von den Gasteltern da ist und ich meine Eltern im Hinsicht auf die Schulferien jetzt viel besser verstehen kann.
Diese Woche hat die Schule wieder begonnen und ich befürchtete erst, dass es schwierig mit den Kindern werden könnte, weil es das meist nach Ferien ist, aber das war es nicht. Die Kinder waren diese Woche super lieb, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie sich jetzt auch an die Routine mit mir gewöhnt haben. Morgens vor der Schule hatten wir immer genügend Zeit ohne ohne, dass ich die Kinder zu den nächsten Schritten stark motivieren musste. Am Dienstag Abend musste ich auch zum ersten Mal abends babysitten, weil meine Gastmutter ausgegangen ist und auch da hat alles geklappt. In dieser Woche verbrachten die Kinder viel Zeit mit Ausmalbildern, die ich aus dem Internet druckte, weil sie total begeistert von diesen sind. Gestern arbeitete ich mit der Tochter auch an einer Starchart, die positives Verhalten stärkt und mit welcher man Sterne für verschiedene Punkte sammeln kann.
Auf das kommende Wochenende freue ich mich schon besonders, weil es für mich dann endlich nach London geht. Dort werde ich eine alte Schulfreundin besuchen, die dort seit letztem Jahr studiert und die Sehenswürdigkeiten betrachten. Wir haben das ganze schon so lange geplant, weswegen es aufregend ist, dass es morgen endlich losgeht. 

Donnerstag, 9. Februar 2017

6 Wochen später

Jetzt bin ich schon seit 6 Wochen hier und habe das Gefühl endlich richtig angekommen zu sein. Dabei kommt es mir gleichzeitig so vor als ob ich hier schon viel länger bin. Letztens hatten wir das Thema auch beim Abendessen und die Tochter meiner Gastfamilie konnte gar nicht glauben, dass ich schon 6 Wochen hier bin, weil die Zeit einfach nur verflogen ist. Und das tut sie immer noch. Ich dachte, als ich hier her kam, dass die Zeit sehr langsam vorbei gehen würde und es mir schwer fallen würde alles in Deutschland hinter mir zu lassen, doch jetzt merke ich, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Hier gibt es so viele neue Eindrücke, dass ich gar nicht dazukomme anderes aus Deutschland zu vermissen und gleichzeitig schätze ich meine Arbeit hier so sehr, dass die Zeit verfliegt. 
In meiner Gastfamilie fühle ich mich immer noch sehr wohl und mit den Kindern läuft es auch nach wie vor gut, auch wenn es oft nicht immer einfach ist. Vor allem der Sohn der Familie ändert seine Stimmung sehr schnell, aber das darf man sich nicht zu Herzen nehmen. Vor zwei Tagen hatte ich eine sehr gute Zeit mit ihm im Garten verbracht wo wir sehr viel Zeit auf dem Trampolin verbrachten. Er war dabei super glücklich und fragte später auch seine Mum, ob ich seine Bedtime machen könne. Später nach seinem Bad wollte er das dann aber doch nicht. Das ist auch etwas, dass man sich als Au Pair bewusst sein muss. Man spielt eben immer nur die Rolle der großen Schwester und steht nach den Eltern an zweiter Stelle. Wenn die Kinder ihre Eltern dann auch noch weniger oft sehen, ist es normal, dass sie mehr Aufmerksamkeit von diesen möchten, wenn sie da sind. Man darf sich das aber selbst nicht zu sehr zu Herzen nehmen und muss Verständnis für die Situation entgegenbringen. 
Mit der Tochter der Familie habe ich gestern gebacken. Dabei brauchten wir lange um im Backbuch ein Rezept zu finden, da wir nicht für alle leckeren Rezepte genügend Zutaten hatten. Am Ende entschieden wir uns für "Chocolate Kisses" mit bunter Füllung, die extrem lecker waren. Meine Gastmutter war auch begeistert davon und meinte heute morgen zu mir, dass wir das gerne öfter machen können. Backen ist überhaupt etwas, dass mich und die Tochter der Familie verbindet, da sie diese Leidenschaft ebenfalls mit mir teilt. Letzte Woche probierten wir auch Tassenkuchen aus, da sie sich das gewünscht hatte.
Wie in meinem letzten Post schon erwähnt gibt es immer wieder diese schönen Momente, die einen die Schwierigen vergessen lassen. 
Mit meinem Sprachkurs läuft es auch gut, auch wenn ich es schade finde, dass ich keine anderen Au Pairs durch diesen kennenlernen kann. Die anderen Teilnehmer sind nämlich schon alle älter als ich, aber dafür ist es trotzdem immer interessant mit ihnen Gespräche zu führen, da alle aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und so viel erlebt haben.
Am Samstag Abend habe ich wieder andere Au Pairs und Praktikanten getroffen um in einem Restaurant mit Meerblick Essen zu gehen. Wir waren eine Gruppe von 10 Leuten und es war ein wirklich gutes Gefühl wieder mit gleichaltrigen etwas zu unternehmen. Danach gingen wir noch in ein Café, das wirklich etwas besonderes war, da jeder Raum in diesem anderes aussah und mit auffälligen Teppichen oder Wandmalereien versehen war. Die Stimmung in diesem Café war super gemütlich. 
Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass es schwieriger ist neue Freunde im Ausland zu finden, wenn man erst im Dezember / Januar startet, da sich die meisten schon seit ihrem Start im September kennen und seit dieser Zeit auch viel mehr erlebt haben.
Nächste Woche beginnen dann hier die Ferien und ich muss am Montag und Dienstag den ganzen Tag auf die beiden Kinder aufpassen. Dafür habe ich schon Ideen gesammelt, nur hoffe ich, dass auch das Wetter mitspielt und die Kinder gut gelaunt sind. Ab Mittwoch gehe ich dann mit meiner Gastfamilie zu einer Art Campingtrip mit einer Hütte jedoch, in welcher auch Freunde der Familie sein werden. Ich finde, dass sich das schon aufregend anhört. 

Dienstag, 31. Januar 2017

Ein Monat später

Ich bin jetzt seit über einem Monat hier und denke, dass die Zeit gekommen ist um eine erste Bilanz zu ziehen. Was ich sagen kann, ist, dass mich hier vieles überrascht hat. Gleichzeitig wurden mir auch bestimme Dinge klarer als es in Deutschland noch gewesen ist.
Zunächst einmal kann ich sagen, dass ich mich nach einem Monat hier schon gut zurecht finde. Sei es, wenn es darum geht in die Stadt zu gehen oder um meinen neuen Alltag, den ich hier habe. Gleichzeitig befinde ich mich aber noch immer in der Eingewöhnungszeit, weil ich das Gefühl habe noch nicht komplett angekommen zu sein und, dass es immer noch Dinge gibt an die ich mich gewöhnen muss. Jedoch ist das soweit ich gehört habe normal, da ich von einigen anderen Au Pairs gehört habe, dass sie sich auch erst nach zwei Monaten so richtig eingelebt haben. Mit den Kindern komme ich bisher gut zurecht und habe hier mittlerweile auch meine Routine gefunden. 
Dabei muss ich sagen, dass es in den ersten Tagen sehr schwierig war, weil die Kinder sehr viel Motivation morgens brauchen und ich immer auf die Zeit achten muss, weil wir sonst schnell zu spät in der Schule ankommen könnten. Die Kinder waren in den ersten beiden Wochen noch sehr lieb zu mir und ich verstand mich schnell gut mit ihnen. Es gab zwar auch schwierige Momente, aber ich denke, dass das bei der Arbeit mit Kindern normal ist. Das wichtige ist, dass man wieder sehr schöne einzigartige Momente hat, die einen daran erinnern weshalb man das ganze macht. Das waren bei mir zum Beispiel die Nachmittage auf dem Spielplatz wo die Tochter und der Junge lieb miteinander auf der großen Schaukel saßen ohne zu streiten, der Tag an dem sich beide in eine Hexe und Katze verkleideten oder das gemeinsame Kuchenbacken letzte Woche, bei dem wir einen Charakter aus "My Little Pony" darstellten. 
Letzte Woche hatten beide Kinder dann eine schwierige Phase, was wahrscheinlich auch der Grund war weshalb ich in dieser Zeit zum ersten Mal richtiges Heimweh verspürte. Sie waren manchmal nicht sehr nett zu mir und es war schwierig sie dazu zu motivieren etwas zu machen. Jedoch meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich das nicht persönlich nehmen darf, weil sie anfangs nach einiger Zeit oft so eine Phase haben um das neue Au Pair zu testen und das auch wieder vorbei geht. Das ganze ging dann auch nur über vier Tage so und am Freitag waren beide, genauso wie heute wieder sehr lieb.
Jedoch sind das die schwierigen Dinge, an die man in Deutschland noch denkt, hier aber richtig mitbekommt. Mir ist auch klar geworden, dass ich vielleicht genau an diesen Dingen wachsen werde und nicht nur an der neuen Kultur und Sprache. Gleichzeitig kann ich sagen, dass ich meine Eltern jetzt viel besser verstehen kann nachdem ich hier sehr oft Geschwisterstreitereien zu sehen bekomme und diese zu schlichten versuche.
Insgesamt läuft es aber alles sehr gut, jedoch ist mir auch bewusst geworden, dass es Zeit braucht um erst einmal eine Routine zu finden und auch ein besseres Verhältnis zu den Kindern aufzubauen. Irgendwann hat man aber den Dreh raus und weiß wie man morgens mit den Kindern sprechen muss um diese für die Schule zu motivieren oder wie man die Nachmittage nach der Schule angehen sollte ohne, dass diese zu chaotisch werden. Das braucht jedoch Zeit und man muss auch mit sich selbst geduldig sein, was mir anfangs, zugegeben, schwer fiel, da ich da noch zu viel von mir erwartet habe.
Etwas, das mich hier sehr positiv überrascht hat war die Freundlichkeit meiner Gasteltern und die Tatsache, dass ich hier wirklich wie ein Familienmitglied aufgenommen wurde, denn dadurch fühlt es sich hier für mich die meiste Zeit nicht wie arbeiten an. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich wirklich Glück habe, was meine Aufgaben im Haushalt angeht. Ich muss nämlich weniger als gedacht machen und meistens nur die Küche und die Kinderzimmer aufräumen ohne aber selbst waschen, putzen oder kochen zu müssen.
Auch von England habe ich in dem Monat schon mehr als die Stadt, in der ich bin gesehen. Und zwar war ich schon in Exeter und an einem Wochenende in Leicester, da ich mit den Kinder dort deren Oma besucht habe.
Worüber ich auch glücklich bin, ist, dass ich hier schon andere Au Pairs getroffen habe und vor zwei Wochen meinen Sprachkurs starten konnte. Das einzige, worüber ich mich noch kümmern möchte ist eine Mitgliedschaft in einem Gym. 
Für Februar habe ich auch schon geplant nach London für ein Wochenende zu reisen um eine frühere Schulfreundin von mir dort zu besuchen und auch noch mehr mit anderen Au Pairs zu unternehmen. Ich bin schon gespannt darauf was im Februar auf mich alles zukommt und hoffe, dass ich dann auch endlich das Gefühl bekommen werde mich wirklich hier eingelebt zu haben. Jedoch bin ich hier schon einmal glücklich und auch froh darüber in meiner jetzigen Gastfamilie gelandet zu sein.

Montag, 16. Januar 2017

Der Ankunftstag

Der Tag der Abreise war für mich mehr als nur aufregend gewesen. Ich musste sehr früh aufstehen, da ich extra nach Frankfurt zum Flughafen fahren musste, da es aus meiner Stadt keine direkten Flüge in die Stadt meiner Ankunft gab. So früh morgens läuft alles natürlich hektischer ab und gleichzeitig suchte mich ein komisches Gefühl heim. Ich konnte einfach nicht glauben, dass ich wirklich nach England gehen werde und nun zum letzten Mal mein bekanntes Haus und meine bekannte Straße und Stadt verlassen werde. Zu meiner großen Überraschung kam dann auch noch eine meiner besten Freundinnen vorbei, die extra für mich früh aufstand um sich von mir zu verabschieden. Da fiel der Abschied gleich noch schwerer.
Die Autofahrt mit meiner Familie ging fiel zu schnell vorbei und auf dieser wurden nur Nachrichten beantwortet, in der mir Alles Gute gewünscht wurde. Die Aufregung stieg weiter an und mein Herz raste. Tatsächlich blieb zu diesen Stunde die Freude weit entfernt, da meine Aufregung dieser einfach keinen Platz erlaubte. 
Als ich dann in Frankfurt ankam, war alles ziemlich hektisch, da der Flughafen so groß war und es brauchte Zeit bis ich mich richtig orientieren konnte. Jedoch verging die Zeit gleichzeitig wie im Flug, weil es gleichzeitig auch die letzten Minuten mit meiner Familie vor meiner Ausreise waren. Und wenn man das dann so richtig realisiert, können dann schon die Fragen aufkommen: Warum macht man das ganze überhaupt? Welchen Sinn hat es sich so ins kalte Wasser zu stürzen und sein bekanntes Umfeld zu verlassen? Natürlich war die Au Pair - Zeit immer ein Traum von mir, aber so kurz davor, sieht man die negativen Punkte näher vor Augen als man möchte.
Im Flugzeug konnte ich mich trotz Flugangst langsam beruhigen. Natürlich war ich viel zu aufgeregt um etwas vernünftiges zu machen, aber beim  Blick aus dem Fenster auf das wunderschöne Meer und die Landschaft kam dann endlich die lang vermisste Vorfreude und ich musste mich zusammenreisen um nicht vor allen Passagieren einfach so zu lächeln. Tatsächlich konnte ich es in den Minuten vor meiner Landung kaum erwarten endlich in England richtig anzukommen und meine Gastfamilie kennenzulernen.
Als ich schließlich landete, meinen Koffer abholte und in der Eingangshalle landete, wurde die Freude viel größer, als ich meinen Gastvater mit seinem Sohn entdeckte. Sie kamen sofort freundlich auf mich zu, wodurch ich mich sofort wohl fühlte.
Im Haus angekommen, wurde mir alles gezeigt und alles war noch so neu, aber ich hatte gleich das Gefühl gehabt, dass ich mir hier wohl fühlen werde.
Später kamen dann meine Gastmutter und die Tochter vorbei, von denen ich mehr als herzlich begrüßt wurde. Mir überreichte die Tochter gleich eine selbstgemachte Karte und von der Mutter wurde ich umarmt. Mir wurde gleich gesagt, dass ich mich hier wie zuhause fühlen soll, da ich nun als Au Pair Teil der Familie bin.
Mein Ankunftstag verlief somit viel besser als gedacht und die ganze Aufregung der vorherigen Tage war unbegründet. So, dass ich mehr als bereit war um mein neues Abenteuer zu beginnen. 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Koffer packen

Wenn man endlich seine Gastfamilie gefunden hat, den Ankunftstag besprochen und schließlich sogar seinen Flug gebucht hat, hat man das meiste schon geschafft. Jedoch wartet danach schon die nächste Hürde auf einen. Was soll man in seinen Koffer alles einpacken, wenn man ein halbes oder ganzes Jahr weg ist? Immerhin kann man nicht seinen ganzen Kleiderschrank einpacken oder das ganze Bücherregal in seinem Zimmer im Koffer verstauen.
Hilfreich ist es sich eine Liste zu machen mit den Dingen, die man mitnehmen möchte, so, dass man den Überblick nicht verliert. 
Beim Kofferpacken muss man sich auch die Frage stellen, was wichtig ist und was weniger wichtig. Beim Blick in deinen Kleiderschrank wird dir sicher auffallen, dass es Kleidungsstücke gibt, die du so gut wie nie anhast und die deswegen sicher auch nur Platz in deinem Koffer verschwenden würden. Bei der Kleidung ist es wichtig für jedes Wetter, jede Jahreszeit und verschiedene Anlässe passendes mitzunehmen. Denke daran, dass du als Au Pair sicher auch viel Zeit mit den Kindern draußen verbringen wirst oder drinnen mit Basteln, weshalb du nicht nur deine allerschönsten Kleider mitnehmen solltest, sondern auch ältere Kleidungsstücke, die ruhig einmal dreckig werden dürfen.
Bei den Toilettenartikeln empfiehlt es sich Dinge wie Shampoo oder Duschgel vor Ort zu kaufen, da diese nur unnötig Platz wegnehmen und im Ausland auch erhältlich sind. Außerdem wird die Flasche Shampoo, die man mitnimmt, sowieso nicht für den ganzen Aufenthalt ausreichen. 
Nun kommt man schon zu den weniger notwendigen Dingen, die aber trotzdem wichtig sind. Das können MP3-Player, Kamera oder ein neues Buch sein. Denke auch bei diesen Dingen daran nur das mitzunehmen, was du zuhause auch wirklich regelmäßig benutzt. Es bringt nichts einen MP3-Player mitzunehmen, wenn dieser zuhause auch nur in der Schublade steckt ohne benutzt zu werden.
Das wichtigste kann man leicht vergessen und das sind deine persönlichen Dokumente, die du sicher brauchen wirst. Deine Flugbestätigung, Personalausweis, Bankkarte... und vielleicht sogar Dokumente für spätere Uni-Bewerbungen.
Achte darauf alle wichtigen Dokumente bei dir zu haben, da fehlende später mehr Probleme bereiten werden als eine vergessene Jeans.
Last but not least gilt, dass du dir keine Panik machen sollst, denn deine Familie kann dir Dinge, die du im Ausland vermisst immer noch nachschicken. Außerdem wirst du auch im Ausland sicher viel shoppen gehen und schnell merken, dass du nicht alles aus deinem alten Zimmer zum leben brauchst.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Das erste Skype - Gespräch

Nachdem deine Bewerbung von der Organisation geprüft wurde, geht die Gastfamiliensuche los. Dabei kann es unterschiedlich lange dauern bis man Vorschläge bekommt. Ich habe mich für England 6 Monate vor meiner gewünschten Ausreise beworben und musste anschließend etwa 3 Monate auf meinen ersten Vorschlag warten, da mir gesagt wurde, dass sich erst dann frühestens erste Gastfamilien registrieren werden.
Wenn man seinen ersten Vorschlag bekommt, ist das natürlich sehr aufregend, vor allem, wenn man so lange warten musste. Ich erinnere mich noch gut daran wie aufregend es für mich war. Nachdem du dir die Informationen der Familie angeschaut hast, musst du dich dafür entscheiden, ob du die Familie näher kennen lernen möchtest. Meistens kommt es aber dazu, da die Familien extra so ausgesucht werden, dass sie zu den Angaben in deiner Bewerbung passen. 
Wenn du dich dafür entscheidest die Familie näher kennenzulernen, steht zunächst der erste E-Mail - Kontakt. Falls die Familie dir nicht schon eine E-Mail geschrieben hat, musst du diesen ersten Schritt wagen. In der E-Mail sollte man sich zunächst für das Interesse der Familie bedanken und auch deutlich machen wie sehr man sich über dieses freut. Danach sollte man einen Termin für ein Skype - Gespräch ausmachen.
Hat man einen Termin gefunden, der für beide Seiten passt, wird es noch aufregender, da man so etwas natürlich noch nicht erlebt hat und sich so gut wie möglich darauf vorbereiten möchte. Im Internet gibt es zahlreiche Tipps dafür, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man nicht zu sehr auf diese achten darf, da jedes Gespräch anders verläuft.
Zunächst einmal sollte man sich darüber im klaren sein, dass in dem Gespräch die Familie (meist skypt man nur mit einem Elternteil) einem Fragen stellen wird und man selbst die Möglichkeit hat Fragen zu stellen. Darauf kann man sich in gewisser Weise vorbereiten.
Eine der gängigsten Fragen der Gasteltern, die auch meistens gleich zu Beginn kommt, ist, weshalb du dich als Au Pair bewirbst. Bei meinem zweiten Gespräch wurde ich sogar ganz direkt gefragt, ob ich mehr an der Arbeit mit Kindern oder dem Auslandsaufenthalt an sich interessiert bin.  
Zu solchen Fragen kann man sich vorbereiten, in dem man sich schon im Vorfeld Antworten dazu überlegt und diese aufschreibt. Denke daran, dass du beim Formulieren solcher Antworten im Vorfeld die Möglichkeit hast noch nach Wörtern zu schauen, während das während dem Gespräch nicht mehr möglich ist. Trotz der typischen möglichen Fragen, die man gestellt bekommen kann, wird es Fragen geben, die man nicht erwartet und auf die man spontan reagieren muss. Jedoch sollte man deswegen nicht gleich in Panik verfallen, denn die Gasteltern wissen, dass Englisch nicht deine Muttersprache ist und somit ist es auch ganz normal, dass man einmal länger überlegen muss oder sich verspricht.
Das wichtigste jedoch ist, dass du bei dem Gespräch dazu kommst alle Fragen zu stellen, die dich interessieren. Lese dir dafür die Unterlagen zur Gastfamilie genau durch und notiere dir Fragen, die für dich nach dem Lesen der Unterlagen noch offen bleiben. Einen wichtigen Tipp, den ich dazu geben kann, ist es vor allem viele Fragen zu den Kindern zu stellen, da dies immer gut ankommt. Erst danach sollten Fragen zur Gegend und Freizeitmöglichkeiten kommen.
Das wichtigste ist nicht in Panik zu verfallen. Vor meinem ersten Skype-Gespräch habe ich mich etwas verrückt gemacht und mich darauf fast so wie auch die Kommunikationsprüfungen fürs Abitur vorbereitet. Ich habe mir vieles aufgeschrieben und mich im Internet auf allen möglichen Seiten über den Ablauf des Gesprächs informiert. Nach dem Gespräch habe ich gemerkt, dass meine ganze Aufregung eigentlich total unbegründet war und das Gespräch weniger schlimm als zunächst gedacht war.
Während dem Gespräch ist es wichtig aufmerksam zuzuhören, immer wieder zu nicken und natürlich zu lächeln, wenn etwas gesagt wird, auf das sich das geeignet. So erhält die Gastfamilie auch einen positiven Eindruck von dir. Das wichtigste ist aber, dass du genauso wie in der Bewerbung immer ehrlich bist. 
Nach dem Skype - Gespräch hast du nochmals Zeit dir Gedanken zu machen. Falls trotz allem Fragen offen bleiben, kannst du diese der Familie nochmals per E-Mail schicken. Was auch sehr hilfreich ist, ist mit dem jetzigen und früheren Au Pairs der Familie Kontakt aufzunehmen um zu merken, ob man sich wirklich einen Aufenthalt als Au Pair bei der Familie vorstellen kann und diesen nochmals andere Fragen zu stellen, die man der Familie nicht direkt stellen kann. Meist müssen sich beide Seiten nach dem Gespräch auch noch bei ihrer Agentur melden um mitzuteilen wie das Gespräch verlief und ob man sich vorstellen kann als Au Pair bei der Familie zu leben. 
Unten ist eine Liste mit möglichen Fragen aufgelistet. 

Mögliche Fragen der Familie:
1. Why do you want to become an au pair?
2. What childcare experience do you have ( Das wurde ich jedoch beide Male nicht gefragt, da ich schon detailliert davon in meiner Bewerbung sprach. Nur nach meinem Umgang mit meinen jüngeren Geschwistern wurde ich näher gefragt).
3. What do you like about working with children?
4. What do you like to do in your freetime?

Mögliche Fragen, die du stellen könntest:
(Beachte dabei auch auf persönliche Interessen der Familie einzugehen, von denen du in der Bewerbung gelesen hast. Das erweckt einen positiven Eindruck von dir und zeigt, dass du dich auch wirklich mit den Unterlagen beschäftigt hast und Interesse an der Gastfamilie und den Kindern hast).
1. How would you describe the character of your kids?
2. What do they like to do in their freetime? Do they have any special hobbies?
3. Do they have any special wishes with spending time with me?
4. How do they think in general about having an Au Pair?
5. Could you please tell me something about your everyday - life? 
6. How would my shedule look like? ( Das steht jedoch oftmals schon in den Unterlagen der Gastfamilie, die du erhälst)
7. How would you describe the area you live in and are there any other au pairs in the near?







Donnerstag, 24. November 2016

Dear hostfamily letter

Zu der Bewerbung als Au Pair gehört auch ein Brief an die Gastfamilie dazu. Natürlich möchte man diesen so gut wie möglich schreiben und stellt sich zunächst die Frage wie man diesen aufbauen soll. Ich selbst habe viele Recherchen dazu angestellt und mir viele Notizen gemacht bevor ich mit dem Schreiben des Briefes angefangen habe. Nach dem der Brief fertig geschrieben wurde, ist es wichtig sich darüber im klaren zu sein, dass er nicht im perfekten Englisch sein muss, da die Gastfamilie von seinem zukünftigen Au Pair keine perfekten Sprachkenntnisse erwartet. Gleichzeitig hilft es den Brief Freunden zu zeigen und deren ehrliche Meinung zum Inhalt einzuholen.



Hier sind die wichtigsten Punkte für den Inhalt aufgelistet:

1. Beginne mit einem Einleitungssatz, in dem du dich zunächst vorstellst und erwähnst, dass du dich mit diesem Brief erst einmal vorstellen möchtest.

2. Erzähle davon weshalb du dich dafür entschieden hast als Au Pair zu bewerben. Achte darauf, dass du den Aspekt der Kinderbetreung stärker betonst als den Wunsch die Sprachkenntnisse zu verbessern oder eine neue Kultur zu entdecken. 

3. Anschließend kannst du schildern, weshalb du dich für das Land bewirbt, an das deine Bewerbung geht.

4. Erzähle auch von deiner Persönlichkeit und deinen Hobbys. Dabei kannst du auch Hobbys erwähnen, die du früher einmal gemacht hast, damit man ein besseres Bild von dir erhält.

5. Erzähle auch von deinen jüngeren Geschwistern, wenn du welche hast und in welcher Weise du auf diese aufgepasst hast. Dabei kannst du auch erwähnen welche Tätigkeiten du im Haushalt übernimmst.

6. Der wichtigste Teil ist der, in dem du genauestes von deinen verschiedenen Erfahrungen in der Kinderbetreuung erzählst. Dabei ist es wichtig lieber zu viel erzählen, als zu wenig. 

7. Abschließend solltest du auch erwähnen was deine Zukunftspläne sind und was du nach deinem Au Pair-Aufenthalt vor hast.

8. Zum Schluss ist es wichtig einen guten letzten Satz zu formulieren, in welchem du dich für das Lesen des Briefs bedankst und erwähnst, dass du dich darüber freuen würdest von der Familie zu hören.