Freitag, 28. April 2017

Woche 17 - Mein Geburtstag in England

Letzten Sonntag war mein Geburtstag gewesen und ich habe ehrlich gesagt überhaupt keine großen Erwartungen gehabt, weil ich hier ja in einem komplett neuen Umfeld bin. Es hat sich dann jedoch doch als ein ganz schöner Tag voller Überraschungen entpuppt, an den ich mich gerne zurückerinnern werde. 
Es hat schon am Morgen aufregend begonnen, da gleich nachdem ich aufgestanden bin mir alle gratuliert haben und die Tochter meinte, dass ich auf keinen Fall in die Küche gehen darf. Das lag daran, da meine Gastmutter einen Schokoladenkuchen gebacken hat um mich mit diesem zu überraschen. Dieser wurde auch ganz verrückt, aber unendlich süß von den Kindern mit Schokoeiern, Marshmallows, Sternen und Haribos dekoriert.
Von meiner Gastfamilie bekam ich auch Geschenke und zwar ein britisches Kochbuch, eine Tasse und einen Raumduft, worüber ich mich riesig gefreut habe. Das war viel mehr als ich erwartet habe. Letztendlich meinte meine Gastmutter dann, dass ich aussuchen darf was wir machen, da es mein Tag ist und so sind wir für einen Spatziergang nach Dartmoor gegangen, was aufgrund des guten Wetter ein Erfolg war.
Am Abend habe ich dann mit anderen Au Pair - Freunden gefeiert, in dem wir
alle zum Abendessen rausgegangen sind. Diese haben mich dann auch mit einem Schokokuchen und 19 Kerzen und einer sehr lieben Karte überrascht.
Somit war der Tag alles in allem ein ganz schöner und besonderer gewesen, der sicher einmalig ist und mir lange in Erinnerung bleiben wird. 

Freitag, 21. April 2017

Woche 16 - Osterferien

Die letzten drei Wochen war viel los gewesen, da die Kinder 2 1/2 Wochen Osterferien hatten. In diesen waren wir kaum zuhause und haben dadurch viel erlebt. In der ersten Woche sind wir nach Leicestershire gefahren, wo ich mit den beiden Kindern anschließend eine Woche bei deren Oma verbracht habe. In diesen Tagen sind wir jeden Tag woanders hin gefahren, so, dass ich viel der Gegend gesehen habe und mich wirklich in die Landschaft der Midlands verliebt habe.
Am Donnerstag kam meine Gastmutter dann auch dazu und wir sind für einen Tag nach London gefahren. Dort aßen wir beim Leicester Sqare Lunch und verbrachten schließlich den Rest des Tages im National History Museum. Dieses war wirklich beeindruckend und ist absolut zu empfehlen. Der Nachmittag dort jedoch verlief anders als gedacht. Der Sohn fing nämlich plötzlich an sich schlechter zu benehmen, weswegen wir beschlossen im Café des Museums eine Pause zu machen. Dort schlief er schließlich ein, was dazu führte, dass ich mit der Tochter alleine durchs Museum lief, damit wir noch etwas davon sehen konnten. Sie war vor allem vom Tyrannosaurus Rex- Robotermodel begeistert.
In der darauffolgenden Woche sind wir für drei Tage in die Nähe von Southhampton gefahren, da dort das alte Haus der Familie steht und vor der Verkauf von diesem noch ein paar letzte Sachen ausgeräumt werden mussten. Die drei Tage dort waren für mich jedoch auch abenteuerlich, vor allem, weil ich mit der Tochter dort auf Entdeckungsreise gegangen bin und sie mir die beiden Parks dort und ihre alte Schule gezeigt hat. Dabei versuchte sie mich auch zu den Häusern ihren früheren Schulfreunde zu lotsen, so, dass wir wirklich viel unterwegs waren.
Die darauffolgenden Tage waren wir wieder zuhause und durch das gute Wetter wurde viel gegrillt. An einem Tag sind wir nach Cornwall gefahren um Freunde meiner Gasteltern dort zu besuchen, was wirklich schön war. Cornwall ist einfach wunderschön und enthält viele Bilderbuchgegenden.
Ostern war hier jedoch weniger besonders als gedacht. Nachdem die Kinder aufgestanden sind gab es einen Easteregg-Hunt, bei welchem die beiden viele Schokoeier finden konnten. Ich habe für die beiden auch etwas vorbereitet, worüber sie sich riesig gefreut haben. Meine Gastmutter hatte auch für mich eine kleine Überraschung, was ich nicht erwartet habe. Der Rest des Tages verlief jedoch normal ab. 
Seit Mittwoch hat die Schule jedoch wieder begonnen, wodurch nun alles wieder beim normalen Alltag ist, woran ich mich nach den letzten 2 1/2 Wochen erst wieder gewöhnen muss. 

Donnerstag, 30. März 2017

Woche 13 - Cornwall, Muttertag und Ostervorberbereitungen

Mittlerweile bin ich schon seit drei Monaten hier und habe somit bald meine Halbzeit erreicht, was ich kaum glauben kann. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Es ist jetzt auch drei Wochen her seit dem ich mich gemeldet habe und in der Zeit ist einiges passiert. 
Zum einen habe ich vor zwei Wochen einen Ausflug nach Cornwall unternommen. Mit zwei anderen Au Pairs habe ich eine Fähre genommen, die uns nach Mount Edcumpe brachte, was ein wirklich wunderschöner Ort zum wandern ist. Der ganze Ort hatte eine Märchenatmosphäre und die Natur war beeindruckend. 
Zudem entdeckten wir dort nach der Wanderung auch ein wunderschönes Café, das wie ein Ballsaal aussah. 
Letzten Sonntag war hier neben der Zeitumstellung, deren Folgen ich übrigens noch immer spüre, auch Muttertag. Dies war kaum zu übersehen, da schon in den Wochen zuvor überall Werbung dafür gemacht wurde. Es gab in meiner Gastfamilie ein größeres Familienfrühstück deswegen und die meiste Zeit des Tages verbrachten wir im Garten, da das Wetter über das Wochenende wirklich sommerhaft war, was einfach nur toll nach den sonst so regnerischen Tagen war.
Auch am Montag schien noch die Sonne, weshalb ich mit den Kindern nach der Schule zum Park ging um dort ein Piknik zu machen, was beiden sehr viel Freude bereitet hat. Vor allem aber auch, weil sie später noch zwei Freunde von sich zufällig beim Spielpatz trafen mit denen sie spielen konnten.
Diese Woche merkt man zudem, dass so langsam Ostern kommt, da hier auch schon einige Pläne für die Ferien geschmiedet werden. Was genau auf mich zukommt, weiß ich jedoch noch nicht, weshalb ich mich im Punkt darauf einfach mal überraschen lasse :). 

Freitag, 3. März 2017

Woche 9 - Ein Wochenende in London

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Ich kann kaum glauben, dass es schon März ist. In der letzten Woche waren die Kinder super lieb und wir haben viel gemalt oder mit Lego gespielt. Am Dienstag hatte ich beide auch den ganzen Tag, da meine Gastmutter bis Dienstag Abend in einer anderen Stadt war. Ich habe für beide dann das Abendessen vorbereitet und anschließend spielten wir Spiele, bis wir alle unsere Schlafanzüge anzogen um zu dritt den dritten Harry Potter - Teil zu lesen.
Letztes Wochenende war ich dann endlich in London gewesen um eine frühere Schulfreundin zu besuchen, die dort studiert. London ist eine wirklich beeindruckende Stadt, die sehr aufregend ist und in der es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Gleichzeitig ist London aber riesig und wirklich voll, da wir uns teilweise wirklich in die U-Bahn quetschen mussten. Das war für mich echt ungewohnt, da in der Stadt, in der ich hier in England lebe alles ruhiger zugeht. 
Worüber ich wirklich glücklich bin, ist, dass wir es geschafft haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in nur zwei Tagen zu sehen. Das lag aber auch an dem tollen Plan, den meine Freundin ausgearbeitet hat.
Am Samstag um 10.00 Uhr holte sie mich in Paddington ab und wir fuhren nach South Kensington. Dort zeigte mir meine Freundin ihre Uni und wir liefen zur Royal Albert Hall, was ein superschönes Gebäude ist. Da der Hyde Park auch in der Nähe war, machten wir dort auch einen langen Spatziergang und entdeckten alle möglichen Vögel.
Danach fuhren wir nach Westminster, wo wir gleich den Big Ben sahen, als wir die U-Bahn verließen. Dort waren sehr viele Touristen und der Big Ben war viel größer als ich mir vorgestellt habe. Es war wirklich beeindruckend davor zu stehen.
Danach fuhren wir nach Mansion, da in der Nähe dieser Haltestelle die berühmte Milleniumbride zu sehen ist. Wir mussten diese zwar erst suchen, aber haben sie letztendlich auch gefunden. Im Gegensatz zum Big Ben war diese Brücke kleiner als ich gedacht habe. Wir überquerten diese und liefen anschließend die Themse entlang um zur Tower Bridge zu kommen, die man schon von weitem sehen konnte. Allein der Weg zu dieser war wunderschön und als wir letztendlich bei der Tower Bridge ankamen verbrachten wir auch auf dieser eine lange Zeit. Das lag vor allem daran, dass es dort eine Tower Bridge Exhibition gab, bei dieser man ganz nach oben konnte, was ein einzigartiges Erlebnis war.
Es war außerdem ganz witzig zu sehen, wie neben den unzähligen Touristen es einfache einheimische Jogger gab, die die Tower Bridge überquerten und ganz unbeeindruckt von allem wirkten.
Danach gingen wir zum Covent Garden, was einer meiner absoluten Lieblingsorte in London ist, da es dort so kreativ ist. Auf jeden Fall möchte ich dort wieder hin gehen. 
Zum Schluss ging es nach King's Cross, da meine Freundin diesen Bahnhof am Abend empfehlen konnte. Und sie hat Recht gehabt, er sieht mit den ganzen Lichtern wirklich wunderschön aus!
Der andere Grund weshalb Kings Cross auf der Liste stand war der Harry Potter Shop und die Platform 9 3/4. Dort war aber extrem viel los, so, dass wir etwa 45min für ein Foto mit der Platform 9 3/4 anstanden. Das hat sich aber echt gelohnt, da wir jetzt ein Foto von uns auf dem Weg nach Hogwarts haben :). Außerdem war die Tochter meiner Gastfamilie total begeistert davon als sie das Foto gesehen hat und wollte alles darüber wissen.
Nach dem langen Tag gingen wir zu meiner Freundin nach Hause, wo wir anfingen "Doctor Who" zu schauen und schließlich nicht mehr aufhören konnten, weil die Serie zu gut war. Erst nach 5 Folgen schauten wir wieder auf die Uhr und merkten, dass es viel zu spät ist und wir schlafen gehen sollten.
Am Sonntag zeigte mir meine Freundin ihre Wohngegend und danach fuhren wir zum Buckingham Palace, der zu meiner Überraschung auch im Stadtzentrum liegt. Dort verbrachten wir eine lange Zeit, doch leider erwarteten uns keine Guards in roten Anzügen. Lediglich einer in einem schwarzen Anzug war von weitem vor dem Palast zu sehen. Vom Buckingham Palace aus liefen wir zum Trafalger Square, was ebenfalls ein sehr schöner Ort ist und auch der Standort der National Gallery.
Danach ging es zur Baker Street, da ich und meine Freundin beide Fans der Serie "Sherlock" sind. Wir wussten beide nicht was uns dort erwartetet und ließen uns somit beide einfach überraschen. Letztendlich entdeckten wir dort ein Sherlock-Museum und einen Sherlock-Shop, in den wir auch gingen.
Da wir danach noch etwas Zeit übrig hatten, gingen wir kurz zur Oxford Street, die mir persönlich etwas zu voll war. Es blieb dort gerade noch Zeit um einen riesigen Spielzeugladen zu betrachten, der wohl der Traum jedes Kindes ist. Im vierten Stockwerk von diesem gab es auch eine Legoausstellung und wir schossen Fotos von uns mit William und Kate und der Queen. 
Danach war es schon Zeit für mich zurück nach Paddington zu gehen, da ich den Zug zurück nehmen musste. 
Das Wochenende in London war jedoch wirklich toll und bleibt unvergesslich. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass ich in wirklich nur 2 Tagen alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sehen würde, aber es ist möglich. Ich und meine Freundin haben schon ein neues Wochenende in London geplant.  

Freitag, 24. Februar 2017

Woche 8

Jetzt bin ich schon seit 2 Monaten hier und habe mich auch richtig eingelebt. In den letzten beiden Wochen ist wieder viel passiert, was auch daran liegt, dass die Kinder eine Woche Ferien hatten. In diesen musste ich nicht alleine auf die Kinder aufpassen, da sich die Mutter frei genommen hat und wir dadurch zusammen den Alltag der Kinder gestalteten. Letzten Mittwoch haben wir zum Beispiel einen Tag in der Stadt verbracht. Über das Wochenende sind wir wieder weggefahren und zwar nach Gloucester, da sich meine Gastfamilie dort mit vier befreundeten Familien ein Ferienhaus gemietet hat, in dem wir das Wochenende verbracht haben. Über die drei Tage war sehr viel los gewesen, da viele Kinder dabei waren und es immer etwas zu tun gab. Am Samstag machten wir dann auch einen großen Spaziergang in einem Wald und die Gegend war wirklich super schön. Am Sonntag aßen wir zum Abschluss alle in einem Pub unser Lunch. 
Etwas das ich rückblickend auf die Ferien sagen kann, ist, dass es in diesen wirklich viel anstrengender ist, selbst wenn jemand von den Gasteltern da ist und ich meine Eltern im Hinsicht auf die Schulferien jetzt viel besser verstehen kann.
Diese Woche hat die Schule wieder begonnen und ich befürchtete erst, dass es schwierig mit den Kindern werden könnte, weil es das meist nach Ferien ist, aber das war es nicht. Die Kinder waren diese Woche super lieb, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie sich jetzt auch an die Routine mit mir gewöhnt haben. Morgens vor der Schule hatten wir immer genügend Zeit ohne ohne, dass ich die Kinder zu den nächsten Schritten stark motivieren musste. Am Dienstag Abend musste ich auch zum ersten Mal abends babysitten, weil meine Gastmutter ausgegangen ist und auch da hat alles geklappt. In dieser Woche verbrachten die Kinder viel Zeit mit Ausmalbildern, die ich aus dem Internet druckte, weil sie total begeistert von diesen sind. Gestern arbeitete ich mit der Tochter auch an einer Starchart, die positives Verhalten stärkt und mit welcher man Sterne für verschiedene Punkte sammeln kann.
Auf das kommende Wochenende freue ich mich schon besonders, weil es für mich dann endlich nach London geht. Dort werde ich eine alte Schulfreundin besuchen, die dort seit letztem Jahr studiert und die Sehenswürdigkeiten betrachten. Wir haben das ganze schon so lange geplant, weswegen es aufregend ist, dass es morgen endlich losgeht. 

Donnerstag, 9. Februar 2017

6 Wochen später

Jetzt bin ich schon seit 6 Wochen hier und habe das Gefühl endlich richtig angekommen zu sein. Dabei kommt es mir gleichzeitig so vor als ob ich hier schon viel länger bin. Letztens hatten wir das Thema auch beim Abendessen und die Tochter meiner Gastfamilie konnte gar nicht glauben, dass ich schon 6 Wochen hier bin, weil die Zeit einfach nur verflogen ist. Und das tut sie immer noch. Ich dachte, als ich hier her kam, dass die Zeit sehr langsam vorbei gehen würde und es mir schwer fallen würde alles in Deutschland hinter mir zu lassen, doch jetzt merke ich, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Hier gibt es so viele neue Eindrücke, dass ich gar nicht dazukomme anderes aus Deutschland zu vermissen und gleichzeitig schätze ich meine Arbeit hier so sehr, dass die Zeit verfliegt. 
In meiner Gastfamilie fühle ich mich immer noch sehr wohl und mit den Kindern läuft es auch nach wie vor gut, auch wenn es oft nicht immer einfach ist. Vor allem der Sohn der Familie ändert seine Stimmung sehr schnell, aber das darf man sich nicht zu Herzen nehmen. Vor zwei Tagen hatte ich eine sehr gute Zeit mit ihm im Garten verbracht wo wir sehr viel Zeit auf dem Trampolin verbrachten. Er war dabei super glücklich und fragte später auch seine Mum, ob ich seine Bedtime machen könne. Später nach seinem Bad wollte er das dann aber doch nicht. Das ist auch etwas, dass man sich als Au Pair bewusst sein muss. Man spielt eben immer nur die Rolle der großen Schwester und steht nach den Eltern an zweiter Stelle. Wenn die Kinder ihre Eltern dann auch noch weniger oft sehen, ist es normal, dass sie mehr Aufmerksamkeit von diesen möchten, wenn sie da sind. Man darf sich das aber selbst nicht zu sehr zu Herzen nehmen und muss Verständnis für die Situation entgegenbringen. 
Mit der Tochter der Familie habe ich gestern gebacken. Dabei brauchten wir lange um im Backbuch ein Rezept zu finden, da wir nicht für alle leckeren Rezepte genügend Zutaten hatten. Am Ende entschieden wir uns für "Chocolate Kisses" mit bunter Füllung, die extrem lecker waren. Meine Gastmutter war auch begeistert davon und meinte heute morgen zu mir, dass wir das gerne öfter machen können. Backen ist überhaupt etwas, dass mich und die Tochter der Familie verbindet, da sie diese Leidenschaft ebenfalls mit mir teilt. Letzte Woche probierten wir auch Tassenkuchen aus, da sie sich das gewünscht hatte.
Wie in meinem letzten Post schon erwähnt gibt es immer wieder diese schönen Momente, die einen die Schwierigen vergessen lassen. 
Mit meinem Sprachkurs läuft es auch gut, auch wenn ich es schade finde, dass ich keine anderen Au Pairs durch diesen kennenlernen kann. Die anderen Teilnehmer sind nämlich schon alle älter als ich, aber dafür ist es trotzdem immer interessant mit ihnen Gespräche zu führen, da alle aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und so viel erlebt haben.
Am Samstag Abend habe ich wieder andere Au Pairs und Praktikanten getroffen um in einem Restaurant mit Meerblick Essen zu gehen. Wir waren eine Gruppe von 10 Leuten und es war ein wirklich gutes Gefühl wieder mit gleichaltrigen etwas zu unternehmen. Danach gingen wir noch in ein Café, das wirklich etwas besonderes war, da jeder Raum in diesem anderes aussah und mit auffälligen Teppichen oder Wandmalereien versehen war. Die Stimmung in diesem Café war super gemütlich. 
Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass es schwieriger ist neue Freunde im Ausland zu finden, wenn man erst im Dezember / Januar startet, da sich die meisten schon seit ihrem Start im September kennen und seit dieser Zeit auch viel mehr erlebt haben.
Nächste Woche beginnen dann hier die Ferien und ich muss am Montag und Dienstag den ganzen Tag auf die beiden Kinder aufpassen. Dafür habe ich schon Ideen gesammelt, nur hoffe ich, dass auch das Wetter mitspielt und die Kinder gut gelaunt sind. Ab Mittwoch gehe ich dann mit meiner Gastfamilie zu einer Art Campingtrip mit einer Hütte jedoch, in welcher auch Freunde der Familie sein werden. Ich finde, dass sich das schon aufregend anhört. 

Dienstag, 31. Januar 2017

Ein Monat später

Ich bin jetzt seit über einem Monat hier und denke, dass die Zeit gekommen ist um eine erste Bilanz zu ziehen. Was ich sagen kann, ist, dass mich hier vieles überrascht hat. Gleichzeitig wurden mir auch bestimme Dinge klarer als es in Deutschland noch gewesen ist.
Zunächst einmal kann ich sagen, dass ich mich nach einem Monat hier schon gut zurecht finde. Sei es, wenn es darum geht in die Stadt zu gehen oder um meinen neuen Alltag, den ich hier habe. Gleichzeitig befinde ich mich aber noch immer in der Eingewöhnungszeit, weil ich das Gefühl habe noch nicht komplett angekommen zu sein und, dass es immer noch Dinge gibt an die ich mich gewöhnen muss. Jedoch ist das soweit ich gehört habe normal, da ich von einigen anderen Au Pairs gehört habe, dass sie sich auch erst nach zwei Monaten so richtig eingelebt haben. Mit den Kindern komme ich bisher gut zurecht und habe hier mittlerweile auch meine Routine gefunden. 
Dabei muss ich sagen, dass es in den ersten Tagen sehr schwierig war, weil die Kinder sehr viel Motivation morgens brauchen und ich immer auf die Zeit achten muss, weil wir sonst schnell zu spät in der Schule ankommen könnten. Die Kinder waren in den ersten beiden Wochen noch sehr lieb zu mir und ich verstand mich schnell gut mit ihnen. Es gab zwar auch schwierige Momente, aber ich denke, dass das bei der Arbeit mit Kindern normal ist. Das wichtige ist, dass man wieder sehr schöne einzigartige Momente hat, die einen daran erinnern weshalb man das ganze macht. Das waren bei mir zum Beispiel die Nachmittage auf dem Spielplatz wo die Tochter und der Junge lieb miteinander auf der großen Schaukel saßen ohne zu streiten, der Tag an dem sich beide in eine Hexe und Katze verkleideten oder das gemeinsame Kuchenbacken letzte Woche, bei dem wir einen Charakter aus "My Little Pony" darstellten. 
Letzte Woche hatten beide Kinder dann eine schwierige Phase, was wahrscheinlich auch der Grund war weshalb ich in dieser Zeit zum ersten Mal richtiges Heimweh verspürte. Sie waren manchmal nicht sehr nett zu mir und es war schwierig sie dazu zu motivieren etwas zu machen. Jedoch meinte meine Gastmutter zu mir, dass ich das nicht persönlich nehmen darf, weil sie anfangs nach einiger Zeit oft so eine Phase haben um das neue Au Pair zu testen und das auch wieder vorbei geht. Das ganze ging dann auch nur über vier Tage so und am Freitag waren beide, genauso wie heute wieder sehr lieb.
Jedoch sind das die schwierigen Dinge, an die man in Deutschland noch denkt, hier aber richtig mitbekommt. Mir ist auch klar geworden, dass ich vielleicht genau an diesen Dingen wachsen werde und nicht nur an der neuen Kultur und Sprache. Gleichzeitig kann ich sagen, dass ich meine Eltern jetzt viel besser verstehen kann nachdem ich hier sehr oft Geschwisterstreitereien zu sehen bekomme und diese zu schlichten versuche.
Insgesamt läuft es aber alles sehr gut, jedoch ist mir auch bewusst geworden, dass es Zeit braucht um erst einmal eine Routine zu finden und auch ein besseres Verhältnis zu den Kindern aufzubauen. Irgendwann hat man aber den Dreh raus und weiß wie man morgens mit den Kindern sprechen muss um diese für die Schule zu motivieren oder wie man die Nachmittage nach der Schule angehen sollte ohne, dass diese zu chaotisch werden. Das braucht jedoch Zeit und man muss auch mit sich selbst geduldig sein, was mir anfangs, zugegeben, schwer fiel, da ich da noch zu viel von mir erwartet habe.
Etwas, das mich hier sehr positiv überrascht hat war die Freundlichkeit meiner Gasteltern und die Tatsache, dass ich hier wirklich wie ein Familienmitglied aufgenommen wurde, denn dadurch fühlt es sich hier für mich die meiste Zeit nicht wie arbeiten an. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich wirklich Glück habe, was meine Aufgaben im Haushalt angeht. Ich muss nämlich weniger als gedacht machen und meistens nur die Küche und die Kinderzimmer aufräumen ohne aber selbst waschen, putzen oder kochen zu müssen.
Auch von England habe ich in dem Monat schon mehr als die Stadt, in der ich bin gesehen. Und zwar war ich schon in Exeter und an einem Wochenende in Leicester, da ich mit den Kinder dort deren Oma besucht habe.
Worüber ich auch glücklich bin, ist, dass ich hier schon andere Au Pairs getroffen habe und vor zwei Wochen meinen Sprachkurs starten konnte. Das einzige, worüber ich mich noch kümmern möchte ist eine Mitgliedschaft in einem Gym. 
Für Februar habe ich auch schon geplant nach London für ein Wochenende zu reisen um eine frühere Schulfreundin von mir dort zu besuchen und auch noch mehr mit anderen Au Pairs zu unternehmen. Ich bin schon gespannt darauf was im Februar auf mich alles zukommt und hoffe, dass ich dann auch endlich das Gefühl bekommen werde mich wirklich hier eingelebt zu haben. Jedoch bin ich hier schon einmal glücklich und auch froh darüber in meiner jetzigen Gastfamilie gelandet zu sein.

Montag, 16. Januar 2017

Der Ankunftstag

Der Tag der Abreise war für mich mehr als nur aufregend gewesen. Ich musste sehr früh aufstehen, da ich extra nach Frankfurt zum Flughafen fahren musste, da es aus meiner Stadt keine direkten Flüge in die Stadt meiner Ankunft gab. So früh morgens läuft alles natürlich hektischer ab und gleichzeitig suchte mich ein komisches Gefühl heim. Ich konnte einfach nicht glauben, dass ich wirklich nach England gehen werde und nun zum letzten Mal mein bekanntes Haus und meine bekannte Straße und Stadt verlassen werde. Zu meiner großen Überraschung kam dann auch noch eine meiner besten Freundinnen vorbei, die extra für mich früh aufstand um sich von mir zu verabschieden. Da fiel der Abschied gleich noch schwerer.
Die Autofahrt mit meiner Familie ging fiel zu schnell vorbei und auf dieser wurden nur Nachrichten beantwortet, in der mir Alles Gute gewünscht wurde. Die Aufregung stieg weiter an und mein Herz raste. Tatsächlich blieb zu diesen Stunde die Freude weit entfernt, da meine Aufregung dieser einfach keinen Platz erlaubte. 
Als ich dann in Frankfurt ankam, war alles ziemlich hektisch, da der Flughafen so groß war und es brauchte Zeit bis ich mich richtig orientieren konnte. Jedoch verging die Zeit gleichzeitig wie im Flug, weil es gleichzeitig auch die letzten Minuten mit meiner Familie vor meiner Ausreise waren. Und wenn man das dann so richtig realisiert, können dann schon die Fragen aufkommen: Warum macht man das ganze überhaupt? Welchen Sinn hat es sich so ins kalte Wasser zu stürzen und sein bekanntes Umfeld zu verlassen? Natürlich war die Au Pair - Zeit immer ein Traum von mir, aber so kurz davor, sieht man die negativen Punkte näher vor Augen als man möchte.
Im Flugzeug konnte ich mich trotz Flugangst langsam beruhigen. Natürlich war ich viel zu aufgeregt um etwas vernünftiges zu machen, aber beim  Blick aus dem Fenster auf das wunderschöne Meer und die Landschaft kam dann endlich die lang vermisste Vorfreude und ich musste mich zusammenreisen um nicht vor allen Passagieren einfach so zu lächeln. Tatsächlich konnte ich es in den Minuten vor meiner Landung kaum erwarten endlich in England richtig anzukommen und meine Gastfamilie kennenzulernen.
Als ich schließlich landete, meinen Koffer abholte und in der Eingangshalle landete, wurde die Freude viel größer, als ich meinen Gastvater mit seinem Sohn entdeckte. Sie kamen sofort freundlich auf mich zu, wodurch ich mich sofort wohl fühlte.
Im Haus angekommen, wurde mir alles gezeigt und alles war noch so neu, aber ich hatte gleich das Gefühl gehabt, dass ich mir hier wohl fühlen werde.
Später kamen dann meine Gastmutter und die Tochter vorbei, von denen ich mehr als herzlich begrüßt wurde. Mir überreichte die Tochter gleich eine selbstgemachte Karte und von der Mutter wurde ich umarmt. Mir wurde gleich gesagt, dass ich mich hier wie zuhause fühlen soll, da ich nun als Au Pair Teil der Familie bin.
Mein Ankunftstag verlief somit viel besser als gedacht und die ganze Aufregung der vorherigen Tage war unbegründet. So, dass ich mehr als bereit war um mein neues Abenteuer zu beginnen. 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Koffer packen

Wenn man endlich seine Gastfamilie gefunden hat, den Ankunftstag besprochen und schließlich sogar seinen Flug gebucht hat, hat man das meiste schon geschafft. Jedoch wartet danach schon die nächste Hürde auf einen. Was soll man in seinen Koffer alles einpacken, wenn man ein halbes oder ganzes Jahr weg ist? Immerhin kann man nicht seinen ganzen Kleiderschrank einpacken oder das ganze Bücherregal in seinem Zimmer im Koffer verstauen.
Hilfreich ist es sich eine Liste zu machen mit den Dingen, die man mitnehmen möchte, so, dass man den Überblick nicht verliert. 
Beim Kofferpacken muss man sich auch die Frage stellen, was wichtig ist und was weniger wichtig. Beim Blick in deinen Kleiderschrank wird dir sicher auffallen, dass es Kleidungsstücke gibt, die du so gut wie nie anhast und die deswegen sicher auch nur Platz in deinem Koffer verschwenden würden. Bei der Kleidung ist es wichtig für jedes Wetter, jede Jahreszeit und verschiedene Anlässe passendes mitzunehmen. Denke daran, dass du als Au Pair sicher auch viel Zeit mit den Kindern draußen verbringen wirst oder drinnen mit Basteln, weshalb du nicht nur deine allerschönsten Kleider mitnehmen solltest, sondern auch ältere Kleidungsstücke, die ruhig einmal dreckig werden dürfen.
Bei den Toilettenartikeln empfiehlt es sich Dinge wie Shampoo oder Duschgel vor Ort zu kaufen, da diese nur unnötig Platz wegnehmen und im Ausland auch erhältlich sind. Außerdem wird die Flasche Shampoo, die man mitnimmt, sowieso nicht für den ganzen Aufenthalt ausreichen. 
Nun kommt man schon zu den weniger notwendigen Dingen, die aber trotzdem wichtig sind. Das können MP3-Player, Kamera oder ein neues Buch sein. Denke auch bei diesen Dingen daran nur das mitzunehmen, was du zuhause auch wirklich regelmäßig benutzt. Es bringt nichts einen MP3-Player mitzunehmen, wenn dieser zuhause auch nur in der Schublade steckt ohne benutzt zu werden.
Das wichtigste kann man leicht vergessen und das sind deine persönlichen Dokumente, die du sicher brauchen wirst. Deine Flugbestätigung, Personalausweis, Bankkarte... und vielleicht sogar Dokumente für spätere Uni-Bewerbungen.
Achte darauf alle wichtigen Dokumente bei dir zu haben, da fehlende später mehr Probleme bereiten werden als eine vergessene Jeans.
Last but not least gilt, dass du dir keine Panik machen sollst, denn deine Familie kann dir Dinge, die du im Ausland vermisst immer noch nachschicken. Außerdem wirst du auch im Ausland sicher viel shoppen gehen und schnell merken, dass du nicht alles aus deinem alten Zimmer zum leben brauchst.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Das erste Skype - Gespräch

Nachdem deine Bewerbung von der Organisation geprüft wurde, geht die Gastfamiliensuche los. Dabei kann es unterschiedlich lange dauern bis man Vorschläge bekommt. Ich habe mich für England 6 Monate vor meiner gewünschten Ausreise beworben und musste anschließend etwa 3 Monate auf meinen ersten Vorschlag warten, da mir gesagt wurde, dass sich erst dann frühestens erste Gastfamilien registrieren werden.
Wenn man seinen ersten Vorschlag bekommt, ist das natürlich sehr aufregend, vor allem, wenn man so lange warten musste. Ich erinnere mich noch gut daran wie aufregend es für mich war. Nachdem du dir die Informationen der Familie angeschaut hast, musst du dich dafür entscheiden, ob du die Familie näher kennen lernen möchtest. Meistens kommt es aber dazu, da die Familien extra so ausgesucht werden, dass sie zu den Angaben in deiner Bewerbung passen. 
Wenn du dich dafür entscheidest die Familie näher kennenzulernen, steht zunächst der erste E-Mail - Kontakt. Falls die Familie dir nicht schon eine E-Mail geschrieben hat, musst du diesen ersten Schritt wagen. In der E-Mail sollte man sich zunächst für das Interesse der Familie bedanken und auch deutlich machen wie sehr man sich über dieses freut. Danach sollte man einen Termin für ein Skype - Gespräch ausmachen.
Hat man einen Termin gefunden, der für beide Seiten passt, wird es noch aufregender, da man so etwas natürlich noch nicht erlebt hat und sich so gut wie möglich darauf vorbereiten möchte. Im Internet gibt es zahlreiche Tipps dafür, jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man nicht zu sehr auf diese achten darf, da jedes Gespräch anders verläuft.
Zunächst einmal sollte man sich darüber im klaren sein, dass in dem Gespräch die Familie (meist skypt man nur mit einem Elternteil) einem Fragen stellen wird und man selbst die Möglichkeit hat Fragen zu stellen. Darauf kann man sich in gewisser Weise vorbereiten.
Eine der gängigsten Fragen der Gasteltern, die auch meistens gleich zu Beginn kommt, ist, weshalb du dich als Au Pair bewirbst. Bei meinem zweiten Gespräch wurde ich sogar ganz direkt gefragt, ob ich mehr an der Arbeit mit Kindern oder dem Auslandsaufenthalt an sich interessiert bin.  
Zu solchen Fragen kann man sich vorbereiten, in dem man sich schon im Vorfeld Antworten dazu überlegt und diese aufschreibt. Denke daran, dass du beim Formulieren solcher Antworten im Vorfeld die Möglichkeit hast noch nach Wörtern zu schauen, während das während dem Gespräch nicht mehr möglich ist. Trotz der typischen möglichen Fragen, die man gestellt bekommen kann, wird es Fragen geben, die man nicht erwartet und auf die man spontan reagieren muss. Jedoch sollte man deswegen nicht gleich in Panik verfallen, denn die Gasteltern wissen, dass Englisch nicht deine Muttersprache ist und somit ist es auch ganz normal, dass man einmal länger überlegen muss oder sich verspricht.
Das wichtigste jedoch ist, dass du bei dem Gespräch dazu kommst alle Fragen zu stellen, die dich interessieren. Lese dir dafür die Unterlagen zur Gastfamilie genau durch und notiere dir Fragen, die für dich nach dem Lesen der Unterlagen noch offen bleiben. Einen wichtigen Tipp, den ich dazu geben kann, ist es vor allem viele Fragen zu den Kindern zu stellen, da dies immer gut ankommt. Erst danach sollten Fragen zur Gegend und Freizeitmöglichkeiten kommen.
Das wichtigste ist nicht in Panik zu verfallen. Vor meinem ersten Skype-Gespräch habe ich mich etwas verrückt gemacht und mich darauf fast so wie auch die Kommunikationsprüfungen fürs Abitur vorbereitet. Ich habe mir vieles aufgeschrieben und mich im Internet auf allen möglichen Seiten über den Ablauf des Gesprächs informiert. Nach dem Gespräch habe ich gemerkt, dass meine ganze Aufregung eigentlich total unbegründet war und das Gespräch weniger schlimm als zunächst gedacht war.
Während dem Gespräch ist es wichtig aufmerksam zuzuhören, immer wieder zu nicken und natürlich zu lächeln, wenn etwas gesagt wird, auf das sich das geeignet. So erhält die Gastfamilie auch einen positiven Eindruck von dir. Das wichtigste ist aber, dass du genauso wie in der Bewerbung immer ehrlich bist. 
Nach dem Skype - Gespräch hast du nochmals Zeit dir Gedanken zu machen. Falls trotz allem Fragen offen bleiben, kannst du diese der Familie nochmals per E-Mail schicken. Was auch sehr hilfreich ist, ist mit dem jetzigen und früheren Au Pairs der Familie Kontakt aufzunehmen um zu merken, ob man sich wirklich einen Aufenthalt als Au Pair bei der Familie vorstellen kann und diesen nochmals andere Fragen zu stellen, die man der Familie nicht direkt stellen kann. Meist müssen sich beide Seiten nach dem Gespräch auch noch bei ihrer Agentur melden um mitzuteilen wie das Gespräch verlief und ob man sich vorstellen kann als Au Pair bei der Familie zu leben. 
Unten ist eine Liste mit möglichen Fragen aufgelistet. 

Mögliche Fragen der Familie:
1. Why do you want to become an au pair?
2. What childcare experience do you have ( Das wurde ich jedoch beide Male nicht gefragt, da ich schon detailliert davon in meiner Bewerbung sprach. Nur nach meinem Umgang mit meinen jüngeren Geschwistern wurde ich näher gefragt).
3. What do you like about working with children?
4. What do you like to do in your freetime?

Mögliche Fragen, die du stellen könntest:
(Beachte dabei auch auf persönliche Interessen der Familie einzugehen, von denen du in der Bewerbung gelesen hast. Das erweckt einen positiven Eindruck von dir und zeigt, dass du dich auch wirklich mit den Unterlagen beschäftigt hast und Interesse an der Gastfamilie und den Kindern hast).
1. How would you describe the character of your kids?
2. What do they like to do in their freetime? Do they have any special hobbies?
3. Do they have any special wishes with spending time with me?
4. How do they think in general about having an Au Pair?
5. Could you please tell me something about your everyday - life? 
6. How would my shedule look like? ( Das steht jedoch oftmals schon in den Unterlagen der Gastfamilie, die du erhälst)
7. How would you describe the area you live in and are there any other au pairs in the near?







Donnerstag, 24. November 2016

Dear hostfamily letter

Zu der Bewerbung als Au Pair gehört auch ein Brief an die Gastfamilie dazu. Natürlich möchte man diesen so gut wie möglich schreiben und stellt sich zunächst die Frage wie man diesen aufbauen soll. Ich selbst habe viele Recherchen dazu angestellt und mir viele Notizen gemacht bevor ich mit dem Schreiben des Briefes angefangen habe. Nach dem der Brief fertig geschrieben wurde, ist es wichtig sich darüber im klaren zu sein, dass er nicht im perfekten Englisch sein muss, da die Gastfamilie von seinem zukünftigen Au Pair keine perfekten Sprachkenntnisse erwartet. Gleichzeitig hilft es den Brief Freunden zu zeigen und deren ehrliche Meinung zum Inhalt einzuholen.



Hier sind die wichtigsten Punkte für den Inhalt aufgelistet:

1. Beginne mit einem Einleitungssatz, in dem du dich zunächst vorstellst und erwähnst, dass du dich mit diesem Brief erst einmal vorstellen möchtest.

2. Erzähle davon weshalb du dich dafür entschieden hast als Au Pair zu bewerben. Achte darauf, dass du den Aspekt der Kinderbetreung stärker betonst als den Wunsch die Sprachkenntnisse zu verbessern oder eine neue Kultur zu entdecken. 

3. Anschließend kannst du schildern, weshalb du dich für das Land bewirbt, an das deine Bewerbung geht.

4. Erzähle auch von deiner Persönlichkeit und deinen Hobbys. Dabei kannst du auch Hobbys erwähnen, die du früher einmal gemacht hast, damit man ein besseres Bild von dir erhält.

5. Erzähle auch von deinen jüngeren Geschwistern, wenn du welche hast und in welcher Weise du auf diese aufgepasst hast. Dabei kannst du auch erwähnen welche Tätigkeiten du im Haushalt übernimmst.

6. Der wichtigste Teil ist der, in dem du genauestes von deinen verschiedenen Erfahrungen in der Kinderbetreuung erzählst. Dabei ist es wichtig lieber zu viel erzählen, als zu wenig. 

7. Abschließend solltest du auch erwähnen was deine Zukunftspläne sind und was du nach deinem Au Pair-Aufenthalt vor hast.

8. Zum Schluss ist es wichtig einen guten letzten Satz zu formulieren, in welchem du dich für das Lesen des Briefs bedankst und erwähnst, dass du dich darüber freuen würdest von der Familie zu hören.

Die Bewerbung

Bevor man sich dafür entscheidet als Au Pair für ein anderes Land zu bewerben, sollte man sich vor der Bewerbung erst einmal einige Dinge klar machen. Dabei ist es wichtig, dass man auf sein Herz, aber auch auf seinen Kopf hört um die richtige Entscheidung für das Land und die Dauer des Au Pair - Aufenthalts zu treffen. Den meisten geht es darum ihre Englisch-Kenntnisse zu verbessern, weshalb die USA ein sehr beliebtes Land ist. Dieses Land war zuerst auch mein Ziel gewesen und ich träumte immer davon ein Jahr in den Staaten nach der Schule zu verbringen. Je älter ich wurde und je mehr Gedanken ich mir über den Auslandsaufenthalt gemacht habe, desto klarer wurde mir, dass die USA doch nicht die richtige Wahl für mich ist. Das lag nicht nur daran, dass ich meinen Führerschein, der für eine Bewerbung in den Staaten Voraussetzung ist, erst später währen dem Studium machen wollte, sondern auch an der Länge des Aufenthalts und der Kultur in den Staaten. Mir wurde klar, dass ein Jahr für mich zu lange wäre, weil in dieser Zeit sehr viel passieren kann und ich deswegen nicht so lange weg von Zuhause sein möchte. Gleichzeitig ist mir nach bestimmten Dingen, die ich über das Leben in den USA mitbekommen habe auch bewusst geworden, dass ich mich in den USA weniger wohl würde als ich mir vielleicht immer erträumt habe.
So wurde mir schnell klar, dass ich am liebsten nach England gehen möchte und das für ein halbes Jahr. In England sind zudem die Bedingungen für die Bewerbung weniger streng geregelt als in in den Staaten. So braucht man keinen Führerschein, da es auch viele Familien gibt, die in den Städten wohnen und auch keine Mindestanzahl von Kinderbetreuungsstunden. Bei meiner Organisation waren mindestens zwei Referenzen Voraussetzungen. 
Wenn man sein Traumland und die perfekte Dauer gefunden hat, kommen weitere Dinge auf einen zu, wenn man sich über eine Organisation bewirbt. Auf den Informationsseiten der Organisationen ist genauesten aufgelistet welche Unterlagen man für die Bewerbung alles braucht. Vieles muss man davor erst einmal sammeln. So brauchte ich neben den Kinderbetreuungsreferenzen auch eine Charakterreferenz und ein Attest vom Arzt, welcher bestimmte Fragen zu meiner Gesundheit beantworten musste. Genauso wichtig waren ein polizeiliches Führungszeugnis, das man sich erst einmal ausstellen lassen muss. Zwei weitere Punkte, die typisch für eine Au Pair - Bewerbung sind, sind eine Fotocollage und ein Brief an die Gastfamilie, in welchem man sich vorstellt. Mittlerweile ist es aber oft so, dass man keine wirkliche Fotocollage mehr anfertigen muss, sondern lediglich bestimmte Bilder hochlädt. 
Hat man alle benötigten Unterlagen beisammen, kann die richtige Bewerbung losgehen. Bei den meisten Organisationen läuft das mittlerweile online ab. Dazu kann ich nur sagen, dass man sich für seine Bewerbung viel Zeit nehmen soll, denn bei mir hat diese länger als gedacht bedauert. Wenn man es online macht, muss man die ganzen Dokumente zuvor einscannen und schließlich als PDF-Datei hochladen. Außerdem kommen einige Fragen auf einen zu, die man beantworten muss. Bei den Antworten ist es wichtig immer ehrlich zu sein und nur das zu schreiben, was man auch guten Gewissens so meint. Nur auf diese Weise kann eine wirklich passende Familie gefunden werden. Ich musste zum Beispiel auch ankreuzen wie erfahren ich mit bestimmten Haushaltstätigkeiten bin. Dabei ist es wirklich nur ratsam ehrlich zu antworten. Es bringt nichts zu behaupten, dass man sehr gut kochen kann, wenn man weniger Erfahrung in diesem Bereich hat, weil man sonst wahrscheinlich eine Familie vorgeschlagen bekommt die jemanden braucht, der täglich kocht. Genauso kommen aber auch Fragen zum Wunschalter der Kinder und der bevorzugten Gegend auf. Bei der Gegend gibt man jedoch keine bestimmte Stadt an, sondern kreuzt lediglich an, ob man lieber in einer Großstadt oder einer ländlichen Gegend zum Beispiel leben möchte. 
Bei der Fotocollage sollte man Bilder wählen, die einen positiven Eindruck von einem hinterlassen und durch welche die Familie einen guten ersten Eindruck von dir erhält. Wichtig sind Bilder, die einen mit Kindern zeigen. Bilder mit der Familie, seinen engen Freunden oder bei der Ausübung eines Hobbys sind aber auch gern gesehen, da man dadurch gleich einen näheren Eindruck der Person bekommt.
Für den Brief gibt es zahlreiche Tipps im Internet, wie man diesen am besten gestaltet. Ich habe mich in diesem zunächst vorgestellt, von meiner Familie und Hobbys erzählt und anschließend auch weitreichend von meinen Kinderbetreuungserfahrungen berichtet. Es ist wichtig, dass in dem Brief deutlich wird, dass man hauptsächlich an der Arbeit mit Kindern interessiert ist und das mehr als zum Beispiel daran seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Man soll in dem Brief jedoch nicht nur von seinen Erfahrungen in der Kinderbetreuung berichten, sondern auch davon was man gerne mit Kindern macht und weshalb man die Arbeit mit diesen so schätzt.
Hat man seine Bewerbung abgeschickt, wird diese von der Organisation geprüft und wenn diese einen als geeignet für einen Au Pair-Aufenthalt empfindet, kann die Gastfamiliensuche losgehen. 


Hier ist noch einmal das wichtigste für die Bewerbung zusammengefasst:

1. Überlege dir gut für welches Land und für wie viele Monate du dich bewerben möchtest. Beachte dabei, dass unterschiedliche Voraussetzungen für verschiedene Länder gelten. 

2. Informiere dich auf der Seite der von dir ausgewählten Organisation welche Dokumente du für die Bewerbung für dein Wunschland brauchst und beginne diese rechtzeitig fertigzustellen (Tipps für den Brief an die Gastfamilie gibt es hier).


3. Hast du alle Dokumente beisammen, kannst du dich auf der Website der Organisation bewerben. Wichtig ist, dass du alles mit Ruhe ausfüllst und die Fragen wahrheitsgemäß beantwortest.


4. Nach der positiven Rückmeldung deiner Organisation, kann die Gastfamiliensuche losgehen.